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UAE Steueränderungen 2025 – Jenseits der 9 %: Strategische Steuerplanung und Compliance in Dubai

  • Editor
  • 23. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit
Eine futuristische Nachtaufnahme einer dreistufigen, leuchtenden Glasstruktur, die auf einem Platz vor der Skyline von Dubai steht und die Steuerlandschaft der VAE für 2025 illustriert. Die oberste grüne Ebene ist mit "15% DMTT / MNEs (15%)" beschriftet, die mittlere blaue Ebene mit "9% MAINLAND (9%)" und die unterste goldene Ebene mit "0% FREE ZONE (0% AUDITED)", was das neue vielschichtige Steuersystem darstellt.
Was einst eine Gerichtsbarkeit war, die durch das nahezu vollständige Fehlen direkter Steuern gekennzeichnet war, hat sich zu einem ausgeklügelten, vielschichtigen Steuerumfeld entwickelt.

Die steuerliche Identität Dubais hat eine definitive Transformation durchlaufen. Was einst als „steuerfreies Paradies“ galt, hat sich zu einem anspruchsvollen, mehrschichtigen Steuersystem entwickelt, das den globalen Standards für Transparenz entspricht. Im Rahmen der UAE Steueränderungen 2025 ist die Frage nach der Steuerfreiheit für Unternehmen komplexer geworden und erfordert ein tiefes Verständnis von Schwellenwerten, Befreiungen und den spezifischen Regulierungsmechanismen der modernen emiratischen Fiskalpolitik.

Die neue Ära: Körperschaftsteuer und DMTT

Während die föderale Körperschaftsteuer von 9 % für Gewinne über 375.000 AED das Fundament bildet, bringt das Jahr 2025 eine entscheidende Neuerung für große Konzerne: die Domestic Minimum Top-up Tax (DMTT).

Im Rahmen der OECD-Pillar-Two-Initiative haben die VAE zum 1. Januar 2025 eine Mindeststeuer von 15 % für multinationale Unternehmen (MNEs) mit einem Konzernumsatz von über 750 Millionen Euro eingeführt. Die DMTT stellt sicher, dass diese Unternehmen eine effektive Steuerlast von mindestens 15 % tragen, wodurch Dubai seine Steuerbasis schützt und internationale Compliance sichert.

Free Zones 2025: Fokus auf Substanz und Audits

Die Freihandelszonen Dubais (wie DMCC, JAFZA und DIFC) bleiben ein Pfeiler der Wirtschaft, doch der Status einer Qualifying Free Zone Person (QFZP) ist an immer strengere Bedingungen geknüpft. Ab 2025 ist es für QFZPs zwingend erforderlich, geprüfte Jahresabschlüsse vorzulegen, um den 0 %-Steuersatz zu behalten.

Zudem muss eine QFZP nachweisen, dass ihre Kernaktivitäten (CIGAs) tatsächlich innerhalb der Zone stattfinden. Die QFZP De-minimis-Regel besagt dabei, dass nicht-qualifizierte Einnahmen 5 % des Gesamtumsatzes oder 5 Millionen AED nicht überschreiten dürfen, um den privilegierten Status nicht für die folgenden vier Jahre zu verlieren.

Strategisches Zeitfenster: Kleinunternehmer-Relief (SBR)

Ein kritischer Punkt für 2025 ist das Kleinunternehmer-Relief VAE Ablauf 2026. Aktuell können ansässige Unternehmen mit einem Bruttoumsatz von bis zu 3 Millionen AED beantragen, als nicht steuerpflichtig behandelt zu werden. Da diese Regelung jedoch am 31. Dezember 2026 ausläuft, müssen Unternehmen jetzt entscheiden: Nutzen sie die Befreiung oder registrieren sie sich regulär, um steuerliche Verluste für künftige, profitablere Jahre „vorzumerken“?

Indirekte Steuern und kommunale Abgaben

Trotz des Fokus auf die Körperschaftsteuer spielen indirekte Steuern eine immer größere Rolle im Budget eines Unternehmens:

  • Mehrwertsteuer (VAT): Die VAE VAT-Registrierung 2025 bleibt ab einem Umsatz von 375.000 AED obligatorisch. Die FTA (Federal Tax Authority) hat die Prüfungsfrequenz deutlich erhöht.

  • Kommunale Gebühren: Für gewerbliche Mietobjekte wird eine „Housing Fee“ (Marktgebühr) von 5 % der Jahresmiete über die DEWA-Abrechnung erhoben. Zusammen mit der 5 % VAT auf Gewerbemieten ergibt sich eine effektive Belastung von fast 10 % auf die Mietkosten.

Das neue Strafmaß: Cabinet Decision No. 129

Ein wichtiger Hinweis für die Compliance-Planung: Ab April 2026 greift ein neues Strafsystem. Die Strafen für verspätete Steuerzahlungen werden auf einen Pauschalsatz von 14 % pro Jahr umgestellt (monatliche Berechnung). Dies ersetzt das alte System, bei dem Strafen auf bis zu 300 % der Steuerschuld ansteigen konnten. Dieser Wechsel signalisiert einen Übergang zu einer „Compliance-First“-Kultur, die korrekte Meldungen belohnt.

UAE Steueränderungen 2025: Fazit

Ist Dubai 2025 noch steuerfrei? In der Theorie lautet die Antwort für größere Einheiten „Nein“, in der Praxis bleibt die Belastung für KMUs jedoch minimal. Das „New Normal“ in Dubai ist geprägt von aktivem Steuermanagement und Transparenz. Unternehmen, die in diesem Umfeld erfolgreich sein wollen, müssen Steuer-Compliance als strategischen Pfeiler betrachten.

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